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Sylwia über sich selbst:

In all meinem Sein bin ich eine Musikerin. Für mich stellt die Musik einen der wertvollsten Wege dar, mich persönlich auszudrücken.
Ich wurde in Polen geboren, dem östlichen Land der nicht enden wollenden Sehnsüchte. Ein Land, in dem sich die starke Identifikation mit der ausgeprägten Kultur und der Tradition in einer endlosen Auseinandersetzung zu den idealisierten Träumen vom Westen befindet...“eine Gesellschaft der melancholischen Augen“...
Das Land der Kontraste, der Höhen und Tiefen, mit einer starken, dynamischen Kunstidentität und gleichzeitig voller übernommener Klischees des Westens.

Meine erste bewusste Begegnung mit der Live-Musik war im Alter von sieben. Gleichzeitig war es auch die erste Erfahrung für mich, mit einer Live-Band auf einer Bühne zu stehen.
Eine schöne Erinnerung, aber auch der unbewusste Beginn meiner musikalischen Reise...

Während der nachfolgenden Jahre hatte ich viel Kontakt mit unterschiedlichen Arten von Kunst  - Malerei, Fotographie, Tanz, Kochen (Lächeln) und vielen anderen.
Ich machte somit die Erfahrung unzähliger Wahlmöglichkeiten und mit der Zeit lernte ich die notwendige Stärke und Fähigkeit zu entwickeln, um zu allen meinen Entscheidungen zu stehen und  ihnen zu folgen.
Musik wurde hierbei der Hauptweg. Diesem zu folgen – dazu hatte ich mich entschieden.

Ich hatte das Glück, einigen besonderen und wertvollen Persönlichkeiten begegnet zu sein, die mich dabei unterstützt haben, meinen Weg bewusst und voller Leidenschaft zu gehen. Sie halfen mir, zu wachsen und dabei meine Fähigkeiten und meine Sensibilität zu entwickeln. Ich lernte auch, die Menschen zu respektieren, mit denen ich zusammenarbeite.

 

Mein musikalischer Weg:

Ich war schon immer gierig danach, neue musikalische Stilrichtungen kennen zu lernen und zu analysieren. Jedwede Form, jedweder Stil und jedweden musikalischen Ursprung. Stets fasziniert von dem Rhythmus und dem Sound. Als Beschreibung für meine musikalische Stilrichtung könnte ich den „Jazz“ als das am ehesten Zutreffende benutzen, da diese Musikart ein ausreichend breites Spektrum beinhaltet.

Während des Musikstudiums war es mein Hauptziel, die Fähigkeit des Komponierens weiter auszubauen sowie mir das Handwerkszeug anzueignen, wie ich die musikalischen Ideen aufs Papier transkribieren kann. Ich begann zu analysieren, auf welche Art und Weise die Musiker ihre jeweiligen Instrumente einsetzen. Wie ein Schlagzeuger, Bassist, Bläser oder ein anderer Instrumentalist zu denken...während des Komponierens die Klangvorstellung  so weit zu entwickeln, dass man im Kopf die komplette Instrumentierung hört. 

Meine Stimme ist für mich das direkteste und nahe liegendste Instrument. Daher setze ich sie auch dementsprechend ein, u. a. beim „Instrumentalsingen“ oder bei der Improvisation. Ich war schon immer fasziniert von den technischen Möglichkeiten und der Flexibilität, die die unterschiedlichen Instrumente in Bezug auf Sound, Range (Umfang) und Rhythmik bieten. Eben diese versuche ich auf meine Stimme zu übertragen, d. h. die Stimme als Instrument einzusetzen.

Am Anfang begann ich nur mit meiner puren Stimme technisch zu experimentieren. Später nutzte ich sie auch in Verbindung mit Elektronik. Stets bin ich auf der Suche nach neuen interessanten Möglichkeiten.

Ich identifiziere meinen musikalischen Stil mit ECM, Jazz und Worldmusic.

 

Über die Texte:

Ich schreibe meine Texte in zwei Sprachen. In meiner polnischen Muttersprache und auf englisch. Diese können eher als Gedichte betrachtet werden, denn als typische Songtexte.
Sie sind stark beeinflusst von den ethnischen und kulturellen Komponenten meiner polnischen Wurzeln (Naturkult, Märchen und Sagen, Folklore...). Die Kompositionen beschreiben verschiedene Landschaften, Stimmungen, Gefühle...

 

Bild und Ton:

... eine sehr ausdrucksstarke Verbindung. Es fasziniert mich, nicht nur Musik für ein Bild oder einen Film zu komponieren, sondern auch die Musik in ein Bild zu verwandeln (siehe Music Introspective – link).

 

Meine musikalischen Einflüsse:

John Taylor, Kenny Wheeler, Peter Erskine, Palle Danielsson, Keith Jarett, James Taylor, Steve Tavaglione, Oregon, Fryderyk Szopen, Pat Metheny, Kenny Werner, James Abercrombie, Norma Winstone, Zbigniew Preisner, Tomasz Stanko, Henryk Miskiewicz, HP Salentin, Alan Pascua, Dave Carpenter, ECM Records.

Mein musikalischer Geschmack wechselt und reift linear zur Entwicklung meiner Persönlichkeit. Für mich ist die Musik vergleichbar mit einem Kochen voller Sinnlichkeit – kreativ, interessant, voller exotischer Gewürze und unbegrenzter Möglichkeiten, voller Leidenschaft, Kontraste und Dynamik.